öffentlicher Mitgliederabend Rezitation des Gilgamesch-Epos

Das Gilgamesch-Epos

Ekkehard-Zweig
Museumstrasse 8
9000 St. Gallen
Atelierhaus Saal
19:30
Kollekte
Auskunft
Turn on Javascript!
Das Gilgamesch-Epos
Freie Nachdichtung von Hella Krause-Zimmer
Dramatisch vorgetragen von Johanna A. Wolf

Gilgamesch, der mächtige König von Uruk (von ihm wird erzählt, dass seine geistige Grösse sich in seiner physischen Gestalt von fünf Meter Höhe widerspiegelte) findet in Enkidu, einem geheimnisvollen Mann aus der Steppe, den Freund. Gemeinsam gelingen ihnen bedeutende Heldentaten. Aber Enkidu muss nach dem Ratschluss der Götter sterben. Gilgamesch kann den Tod seines Freundes nicht verwinden. Todesfurcht ergreift von ihm Besitz. Er macht sich, selbst zum Sohn der Steppe werdend, auf den Weg aus der Welt "zum grossen Wasser". Hinter diesem wohnt Utnapischtim, der Ahnherr der Menschheit, der das Wissen von Leben und Tod hütet. Bei ihm will er den Schlüssel zur Ewigkeit finden, das Rätsel des Todes ergründen.

Das erst im letzten Drittel des vorletzten Jahrhunderts entdeckte, als "ältestes Epos der Welt" eingestufte Werk, fand sich in zwölf Keilschrift-Tontafeln, die nicht vollständig und teils unleserlich waren. Die Ausgrabungen, die Entzifferung und die Übertragung in heutige Sprache schuf ein Forschungsfeld, das bis heute nicht abgeschlossen ist. Vielfältig sind die Übersetzungs- und  Nachdichtungsversuche.
Der wohl komprimierteste stammt aus der Feder von Hella Krause-Zimmer. In freien Rhythmen, unter Verwendung der Stilmittel von Stabreim und Assonanz hat sie ein Konzentrat der Handlung von archaischer Wirkung geschaffen. In zwölf Szenen (in Anlehnung an die zwölf Tontafeln) entwickelt sich die bewegende Handlung im Wechsel von Erzählung und dramatischem Geschehen.